Osnabrück – Stadt des Westfälischen Friedens

Die zweite Stadt des westfälischen Friedens ist Münster. Osnabrück dagegen ist im Kontrast zu Münster ein Städtereiseziel, das zu Unrecht unterbewertet wird. Dabei hat die Stadt für den Gast einiges zu bieten: Von historischen Bauten über eine attraktive Shoppingmeile bis hin zu einem lebendigen Nachtleben gibt es praktisch allerorts irgendwas zu entdecken. Mit beinahe 170.000 Einwohnern ist Osnabrück zwar kleiner als die Nachbarstädte Münster und Bielefeld, dennoch trotzdem einen Besuch wert.

Osnabrück Innenstadt

Osnabrück Innenstadt

Einen Stadtrundgang kann der Besucher am Neumarkt, dem zentralen Platz und Verkehrsknotenpunkt, beginnen. Von hier aus läuft er entlang der Großen Straße, die die Fußgängerzone mit vielfältigen Geschäften ist, Richtung Domhof. Hier befindet sich ?St. Peter?, die Bistumskathedrale Osnabrücks. Von dieser Stelle aus kann man in die Altstadt gehen, in der man immer noch viele historische Bauten anschauen kann, obwohl Osnabrück im Verlauf des Zweiten Weltkriegs heftigen Bombardements ausgesetzt war. Ebenfalls das Rathaus, in welchem im Jahre 1648 der Westfälische Frieden ausgehandelt und unterzeichnet wurde, ist an dieser Stelle zu sehen. Gelangt man an das andere Ende der Altstadt, sieht man an dieser Stelle das Waterloo-Tor.

Es erinnert an den Pariser Triumphbogen und soll ein Andenken an die osnabrücker Soldaten darstellen, welche in der Schlacht bei Waterloo Napoleon bekämpft haben. Läuft man am Heger-Tor-Wall, welcher der alten Position der Stadtmauer folgt, entlang, erreicht man das Schloss. Im 17. Jahrhundert war dieses der Amtssitz von Fürstbischof Ernst August I. Von Braunschweig-Lüneburg. Danach fungierte es vorübergehend als Sitz der Stadtverwaltung. Seit 1974 ist das Schloss Standort der Uni. Jene hat weitere Zweigstellen mit Hörsälen in der Innenstadt und bewirkt auf diese Weise die studentische Stimmung der Stadt.

Im Schlossgarten versammeln sich im Sommer die Studierenden, aber gleichfalls alteingesessene Einwohner der Stadt zieht es hierher. Nicht zuletzt die Nachbarschaft von Osnabrück ist attraktiv. Infolge der Lage als einzige Großstadt Deutschlands, die völlig von einem Natur- und Geopark umschlossen ist, sind Naherholungsgebiete in allen Richtungen vorhanden. Das interessanteste Gebiet für Naturfreunde und Freunden von Historie ist hier wohl der Teutoburger Wald. Denn im Kalkriesen fand die Schlacht am Teutoburger Wald statt, das wiederum ein wichtiges geschichtliches Ereignis ist.

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